Audi Quattro: Eine Legende der Automobilgeschichte

Am 3. März 1980, auf dem 50. Autosalon in Genf, präsentierte Audi ein sehr modernes und innovatives Modell namens Quattro. Dieses Auto zeichnete sich durch eine aerodynamische Linie, ein Coupé-Karosserie und viele Details aus, die seine sportliche Bestimmung hervorhoben. Doch die wahre Revolution befand sich unter der Karosserie. Ausgestattet mit einem revolutionären Allradantrieb in Kombination mit einem turbogeladenen Fünfzylindermotor, schuf Audi einen beeindruckenden Sportwagen, der seine Fähigkeiten auch in sportlichen Wettkämpfen unter Beweis stellte.

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Innovation unter der Haube

Ursprünglich plante der Hersteller, nur 400 Exemplare zu produzieren, um die Rallye-Homologation zu erhalten. Das Interesse am Fahrzeug war jedoch so groß, dass die Produktion 11 Jahre lang lief und insgesamt 11.452 Autos hergestellt wurden. Heute hat der Audi Quattro den Status einer Legende erreicht und jedes Exemplar ist begehrt und wertvoll. Im Laufe der Produktionsjahre wurden mehrere Änderungen vorgenommen, hauptsächlich kosmetische, wie die Änderung der Scheinwerfer und der Lackierung der Heckklappe. Zu den wichtigsten gehörten die Einführung von zwei neuen Motoren in den Jahren 1987 und 1989 sowie die Verwendung eines zentralen Torsen-Differenzials im Jahr 1987.

Motoren der Extraklasse

Im Jahr 1980 wurde der Audi Quattro mit einem turbogeladenen Motor mit einem Hubraum von 2144 cm³ ausgestattet. Der Motor des Typs WR war eine typische Konstruktion von Audi aus dieser Zeit mit einer ungeraden Anzahl von 5 Zylindern, einem Nockenwellen im Zylinderkopf und zwei Ventilen pro Zylinder. Der Motor war mit einem elektronischen Kraftstoffeinspritzsystem K-Jetronic von Bosch sowie einem kontaktlosen Zündsystem der japanischen Firma Hitachi ausgestattet. Diese Maßnahmen ermöglichten es, eine maximale Leistung von 200 PS und ein Drehmoment von 285 Nm bei 3500 U/min zu erreichen.

Revolutionärer Allradantrieb

Das Fahrzeug verdankt seinen Ruhm hauptsächlich dem Einsatz des Allradantriebs. Ingenieure von Audi gelang es, die Art und Weise, wie der Antrieb zur Vorderachse geliefert wird, zu vereinfachen, indem sie eine hohle Getriebewelle verwendeten, die mit dem Gehäuse des zentralen Differenzials verbunden war. Dieses Design ermöglichte es, das Auto mit einem permanenten Allradantrieb und drei Differentialen auszustatten.

Audi Quattro im Motorsport

Audi Quattro leitete eine Rallye-Revolution in den 1980er Jahren ein. Bei seinem ersten Rallye-Einsatz im Jahr 1980 erkannte man sofort das unglaubliche Potenzial des Allradantriebs auf Rallye-Strecken. In den für den Rallye-Sport vorbereiteten Modellen wurde die Motorleistung auf etwa 300 PS erhöht. Trotz einiger Nachteile wie Länge und Gewicht führten kontinuierliche Verbesserungen dazu, dass Stig Blomqvist 1983 den Titel des Rallye-Weltmeisters im Audi Quattro errang.

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