Alptraum kehrt zurück! Rezension zu Alone in the Dark (2024)

Ganze 32 Jahre nach der Veröffentlichung des Originals kehren Horrorfans zurück nach Derceto, einem abgelegenen Herrenhaus im Herzen von Louisiana. Das Remake hat nicht viel mit dem originalen Alone in the Dark gemeinsam. Dennoch haben die Entwickler es geschafft, den Charme des alten Videospiels weitgehend mit der Moderne zu verbinden. Und diejenigen von euch, die genau hinsehen, werden sogar kleine Anspielungen auf beide Titel bemerken.

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Alone in the Dark (2024) ist weder ein Remake noch ein Remaster, sondern vielmehr eine Hommage an die klassische Version von 1992. Dennoch können wir uns voll und ganz an diesem Abenteuer erfreuen, auch ohne vorherige Kenntnisse des Originals oder der fünf anderen Teile. Das Spiel bietet eine fantastische Horror-Atmosphäre, eine interessante Handlung und ein fesselndes Spielerlebnis, das etwa zehn Stunden dauert. Nur einige technische Probleme trüben den Gesamteindruck dieses großartigen Horrorabenteuers.

Zu Beginn des Spiels stehen wir vor einer interessanten Herausforderung: Bevor wir uns auf die Erkundung des Horrorherrenhauses begeben können, müssen wir uns entscheiden, mit welchem Charakter wir das Abenteuer beginnen möchten. Zur Auswahl stehen Emily Hartwood und der Privatdetektiv Edward Carnby.

Je nachdem, für welche Figur wir uns entscheiden, ändern sich die Zwischensequenzen und Dialoge. Es ergibt Sinn, das Spiel mit einer anderen Figur erneut zu spielen, auch wenn die Hauptgeschichte dieselbe bleibt. Im Verlauf des Spiels treffen sich Hartwood und Carnby mehrmals und teilen ihre Entdeckungen miteinander.

Die Charaktere werden von Hollywood-Schauspielern verkörpert: Jodie Comer und David Harbour. Comer ist unter anderem aus den Filmen „The Last Duel“ und „Free Guy“ bekannt, während Harbour eine der Hauptrollen an der Seite von Millie Bobby Brown als Polizeichef Hopper in dem Netflix-Hit „Stranger Things“ spielt.

Meiner Meinung nach ist dies eine ausgezeichnete Besetzung, da wir in Alone in the Dark schnell auf seltsame Dinge stoßen. Zu Beginn quietschen nur die Türen, und an einigen Stellen warten verdächtige Figuren auf uns. Aber je weiter wir in die Handlung vordringen, desto seltsamer wird alles. Und doch scheint unser Ziel einfach zu sein: Jeremy, Emilys verrückten Onkel, finden. Doch das entwickelt sich zu einer unheimlichen Reise durch die Erinnerungen des besessenen Mannes.

Zu Beginn durchsuchen wir das Herrenhaus nach Hinweisen auf Jeremys Verschwinden. Das bedeutet, dass wir Schlüssel suchen, um verschlossene Türen zu öffnen, und zwischendurch kleinere logische Rätsel lösen.

Doch bald geschehen unerwartete Dinge, und wir finden uns in dunklen, unwirklichen Gebieten wieder. Dort treffen wir nicht nur auf freundlich gesinnte NPCs, sondern werden auch, wie im Original, von Ghoulen und anderen Monstern angegriffen.

Nach Abschluss eines der fünf Kapitel kehren wir kurz zum Herrenhaus zurück. Die Aufgaben verlaufen im Allgemeinen sehr linear. Nur in sehr wenigen Fällen gibt es mehr als einen richtigen Weg. Kleinere Abzweigungen führen nur zu Gegenständen, die eingesammelt und dann wieder auf den Hauptweg zurückgebracht werden müssen. In einer Zeit, in der viele Spiele immer komplexer werden, ist dieses kurze, übergangsweise Abenteuer absolut perfekt und sorgt für eine gelungene Atmosphäre. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, dass mir aufgrund der linearen Handlung etwas fehlt.

Das Gameplay erinnert insgesamt an die Resident Evil-Serie. Doch bei Alone in the Dark liegt der Schwerpunkt viel stärker auf dem Lösen von Rätseln und der düsteren Atmosphäre. Die Rätsel sind nicht besonders anspruchsvoll, aber wir müssen unsere grauen Zellen ein wenig anstrengen, um die Lösung zu finden.

Wir erhalten nur sehr wenige Hinweise. Wenn Sie möchten, können Sie sogar vor Beginn des Spiels entscheiden, dass Sie absolut keine Hinweise erhalten und alle Funktionen, einschließlich der Steuerung, selbst entdecken möchten. Einige Dinge sind auch vorgegeben, wie man beispi

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