Safran, das aus den violett blühenden Krokus-Pflanzen gewonnen wird, ist nicht nur eine dekorative Pflanze und ein beliebtes Gewürz. Dank seiner Fähigkeit, den Gehalt an „Glückshormonen“ wie Serotonin und Dopamin zu erhöhen, trägt Safran zur Verbesserung der Stimmung bei, insbesondere in stressigen Zeiten. Er wird daher auch zur Unterstützung der Behandlung von Depressionen eingesetzt.

Safran – der Krokus
Safran ist eine Substanz, die aus dem Krokus (Crocus sativus) gewonnen wird, einer Pflanze mit schönen, violetten Blüten. Sie wächst im Mittelmeerraum, in Iran und bis nach Indien. Safran hat aufgrund seiner vielfältigen Eigenschaften verschiedene Einsatzgebiete:
- als Zierpflanze,
- als Gewürz und Lebensmittelzusatz,
- als medizinischer Rohstoff.
Weitreichende Verwendung in der Medizin
In der ayurvedischen sowie der traditionellen arabischen Medizin wurde Safran als schmerzlinderndes, schleimlösendes und anregendes Mittel eingesetzt. Er wurde verwendet, um Symptome einer Erkältung zu lindern. Als Gewürz verbessert er die Verdauung und hilft bei der Behandlung von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren. Die antioxidativen Eigenschaften der in der Pflanze enthaltenen Verbindungen schützen das Herz-Kreislauf-System vor Arteriosklerose. Außerdem trägt Safran zur Senkung des Blutdrucks bei und wirkt appetitzügelnd.
Safran als natürliches Antidepressivum
Eine der bekanntesten medizinischen Anwendungen von Safran, die bereits in der Antike geschätzt wurde, ist die Unterstützung bei der Behandlung von leichten bis mittelschweren Depressionen. Die zwei aktiven Inhaltsstoffe der Pflanze, Crocin und Safranal, hemmen die Wiederaufnahme von drei der vier wichtigsten Neurotransmitter: Dopamin, Noradrenalin und Serotonin. Dies erklärt sein potenziell antidepressives Wirkungsspektrum.
Studien zeigen, dass der natürliche Extrakt von Safran positive therapeutische Wirkungen hat, die mit denen pharmazeutischer Antidepressiva vergleichbar sind, allerdings mit weniger Nebenwirkungen.
Mehr „Glückshormone“ für eine bessere Stimmung
Durch seine Wirkstoffe beeinflusst Safran das Gleichgewicht der sogenannten „Glückshormone“ im Körper:
- Serotonin
Serotonin beeinflusst unsere Stimmung und wie wir mit Stress umgehen. Ein Mangel an Serotonin führt oft zu einer niedergeschlagenen Stimmung und einer verschlechterten Bewältigung von stressigen Situationen. Darüber hinaus kann ein Serotoninmangel Aggressionen und Angstzustände verstärken. - Dopamin
Dopamin ist ähnlich wie Serotonin für das Wohlbefinden verantwortlich, aber auch für unsere Energie und Motivation. Ein Mangel an Dopamin führt zu Müdigkeit, Schwierigkeiten beim Aufstehen und Konzentrationsproblemen. Es ist das Hormon, das uns antreibt und Handlungsenergie verleiht.
Langfristige Vorteile von Safran
Die regelmäßige Einnahme von Safran kann nicht nur die Stimmung verbessern, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden steigern. Als Antioxidans schützt Safran die Zellen vor schädlichen freien Radikalen, was eine wichtige Rolle bei der Prävention von chronischen Erkrankungen spielt. Zusätzlich fördert Safran die geistige Klarheit und kann die kognitive Funktion stärken, was ihn zu einem wertvollen natürlichen Hilfsmittel für das emotionale und körperliche Gleichgewicht macht.


